Von Zeit zu Zeit ist es wichtig, sich an anderen zu stoßen. Die Rundungen müssen wieder abgeschlagen, die eigenen Ecken und Kanten wieder spitz und schroff, die Oberfläche wieder rauh werden. Sonst wird man zu schnell glitschig, gefällig und unscheinbar. Und eines Tages erkennt man sein eigenes Spiegelbild nicht mehr und fragt sich, wo der Jemand geblieben ist, der man mal glaubte (oder hoffte) zu sein. Allein den Mut zur Unbequemlichkeit aufzubringen ist eine Hürde, danach atmet es sich herrlich frisch und frei.
iatbe - am Mittwoch, 5. April 2006, 18:48 - Rubrik: Ueberhaupt und ausserdem