Mehr Kurzhaarige als Langhaarige, helle Kleidung, bunte Cappies, angeraunt werden, wenn man bangt, die Hände wie zu einem Jeanettekonzert hin- und herschwenken sehen (sinngemäßer Kommentar des Herrn Sängers: ich würde so etwas nie (als Besucher eines Konzerts) machen, aber von hier oben sieht es geil aus – wie Skorpione – ja klar...), rhythmisches Klatschen, als wenn Bon Jovi auf der Bühne stünden, Kinder die aussehen, als wollten sie zu einer Pressure Party, Typen in Kutten aber kurzgeschorenen Haaren, sogar eine Ballade wurde gespielt.
Ja, ich war gestern zu In Flames auf einem "Metal" Konzert im Docks in Hamburg.
Als Vorvorband haben Dagoba gespielt, die zum Einstieg zwei sehr schwache Songs boten, bei denen ich bereits überlegte, mir das ganze von weiter weg – zum Beispiel von draußen – anzuhören. Aber entweder waren die Jungs einfach nur nervös, die Technik schlecht abgestimmt oder die Songs boten schlicht nicht mehr. Ab dem dritten Titel jedenfalls haben sie ordentlich reingehauen und eine gute Liveleistung gezeigt. Insgesamt war es dann doch eine ziemlich gute Vorband.
Wenn sie nervös gewesen sein sollten, dann vielleicht weil sie unmittelbar vor Sepultura, der zweiten Vorband, spielten. Selbst das Schlagzeug musste etwas lieblos an der Seite neben Sepulturas Exemplar eine Trommelsammlung Platz finden. Vielleicht was die Band es auch einfachn nicht gewohnt, das recht imposante Getrommel nicht aus dem Zentrum von hinten zu spüren, sonderen eher von der Seite und deshalb war der Auftakt etwas mau. Sepultura selbst haben eine ziemlich starke Leistung geboten. Da ich aber kein bekennender Fan bin, weiß ich nur, dass sie – zum Schluss – eine schöne Performance zu "Roots bloody roots" dargeboten haben. "Ratamahatta" hingegen habe (nicht nur) ich schmerzlich vermisst. Die anderen Songs wurden größtenteils auch überzeugend dargeboten, aber Namen oder Alben kann ich nicht nennen.
Nach der offensichtlich In-Flames-typisch langen Umbaupause präsentierten sich die Jungs wie Popstars hinter einem weißen Vorhang und mit von hinten die Schatten auf diesen Vorhang werfenden Scheinwerfern. Es folgte eine für mein Empfinden etwas durchwachsene Show, in der das neueste Album "Come Clarity" weniger stark vertreten war, als ich vermutet hätte. Vermisste habe ich aus meinen vier persönlichen Favoriten lediglich "Embody the invisible", besonders gefreut hat mich, dass das als "Nothing else matters" angekündigte "Moonshild" gespielt wurde. Immerhin der Song, durch den ich auf In Flames überhaupt erst aufmerksam wurde und der mir trotz seines mittelweile recht hohen Alters immer noch am besten gefällt. "Cloud connected" ist der dritte im Bunde meiner Lieblinge und der vierte Titel... fällt mir gerade nicht ein, peinlich. Schnell recherchieren... "Trigger". Ja, In Flames sind nicht meine Lieblinge. Trotzdem bin ich von der ziemlich kurzen und nicht besonders mitreißenden Show etwas enttäuscht.
Womit ich noch kurz auf den Veranstaltungsort eingehen möchte. Viel zu klein für die Anzahl der eingelassenen Gäste und eine schlechte (oder gar keine?) Belüftung; es war fast unerträglich heiß und ich habe sämtliche Kleidung von innen nach außen so sehr durchgeschwitzt, dass der Schweiß von außen schon wieder nach innen sickerte und vom Rücken auf's Kreuz tropfte. Also ähnliche Voraussetzungen, wie beim Konzert in Köln im April 2004.
Die Thekenbedienung war top auf Zack: ich wollte gerade etwas bestellen, da knallt die mir schon einen Becher Pils vor den Latz. Ich brauchte zwar noch einen zweiten, ansonsten aber eine schöne Einzelleistung. Überhaupt war es an Theken nicht zu knapp, was gerade bei einem Metalkonzert – so will ich es mal trotz allem nennen – nicht ganz unwichtig ist. Die Toiletten (ich kann hier nur für die Männertoiletten sprechen) waren immerhin keine Pinkelrinnen, aber bereits vor Beginn des Konzerts durch Überlaufpotential nicht mehr weit davon entfernt. Schade, dass die Reeperbahn eine einzige Baustelle ist, so dass es als Ortsfremder etwas schwierig war, den Veranstaltungsort wieder zu verlassen. Vor allem, wenn man sich kartentechnisch nicht besonders vorbereitet... Das benutzte Parkhaus war mit einem Euro pro halbe Stunde zwar in der oberen Preiskategorie, ansonsten aber unterste Kanone. Für die beiden letztgenannten Punkte kann freilich der Veranstalter nix.
Auch wenn das alles jetzt vielleicht etwas negativ klingt: Spaß hatten wir trotzdem, Nackenschmerzen habe ich auch.
Ja, ich war gestern zu In Flames auf einem "Metal" Konzert im Docks in Hamburg.
Als Vorvorband haben Dagoba gespielt, die zum Einstieg zwei sehr schwache Songs boten, bei denen ich bereits überlegte, mir das ganze von weiter weg – zum Beispiel von draußen – anzuhören. Aber entweder waren die Jungs einfach nur nervös, die Technik schlecht abgestimmt oder die Songs boten schlicht nicht mehr. Ab dem dritten Titel jedenfalls haben sie ordentlich reingehauen und eine gute Liveleistung gezeigt. Insgesamt war es dann doch eine ziemlich gute Vorband.
Wenn sie nervös gewesen sein sollten, dann vielleicht weil sie unmittelbar vor Sepultura, der zweiten Vorband, spielten. Selbst das Schlagzeug musste etwas lieblos an der Seite neben Sepulturas Exemplar eine Trommelsammlung Platz finden. Vielleicht was die Band es auch einfachn nicht gewohnt, das recht imposante Getrommel nicht aus dem Zentrum von hinten zu spüren, sonderen eher von der Seite und deshalb war der Auftakt etwas mau. Sepultura selbst haben eine ziemlich starke Leistung geboten. Da ich aber kein bekennender Fan bin, weiß ich nur, dass sie – zum Schluss – eine schöne Performance zu "Roots bloody roots" dargeboten haben. "Ratamahatta" hingegen habe (nicht nur) ich schmerzlich vermisst. Die anderen Songs wurden größtenteils auch überzeugend dargeboten, aber Namen oder Alben kann ich nicht nennen.
Nach der offensichtlich In-Flames-typisch langen Umbaupause präsentierten sich die Jungs wie Popstars hinter einem weißen Vorhang und mit von hinten die Schatten auf diesen Vorhang werfenden Scheinwerfern. Es folgte eine für mein Empfinden etwas durchwachsene Show, in der das neueste Album "Come Clarity" weniger stark vertreten war, als ich vermutet hätte. Vermisste habe ich aus meinen vier persönlichen Favoriten lediglich "Embody the invisible", besonders gefreut hat mich, dass das als "Nothing else matters" angekündigte "Moonshild" gespielt wurde. Immerhin der Song, durch den ich auf In Flames überhaupt erst aufmerksam wurde und der mir trotz seines mittelweile recht hohen Alters immer noch am besten gefällt. "Cloud connected" ist der dritte im Bunde meiner Lieblinge und der vierte Titel... fällt mir gerade nicht ein, peinlich. Schnell recherchieren... "Trigger". Ja, In Flames sind nicht meine Lieblinge. Trotzdem bin ich von der ziemlich kurzen und nicht besonders mitreißenden Show etwas enttäuscht.
Womit ich noch kurz auf den Veranstaltungsort eingehen möchte. Viel zu klein für die Anzahl der eingelassenen Gäste und eine schlechte (oder gar keine?) Belüftung; es war fast unerträglich heiß und ich habe sämtliche Kleidung von innen nach außen so sehr durchgeschwitzt, dass der Schweiß von außen schon wieder nach innen sickerte und vom Rücken auf's Kreuz tropfte. Also ähnliche Voraussetzungen, wie beim Konzert in Köln im April 2004.
Die Thekenbedienung war top auf Zack: ich wollte gerade etwas bestellen, da knallt die mir schon einen Becher Pils vor den Latz. Ich brauchte zwar noch einen zweiten, ansonsten aber eine schöne Einzelleistung. Überhaupt war es an Theken nicht zu knapp, was gerade bei einem Metalkonzert – so will ich es mal trotz allem nennen – nicht ganz unwichtig ist. Die Toiletten (ich kann hier nur für die Männertoiletten sprechen) waren immerhin keine Pinkelrinnen, aber bereits vor Beginn des Konzerts durch Überlaufpotential nicht mehr weit davon entfernt. Schade, dass die Reeperbahn eine einzige Baustelle ist, so dass es als Ortsfremder etwas schwierig war, den Veranstaltungsort wieder zu verlassen. Vor allem, wenn man sich kartentechnisch nicht besonders vorbereitet... Das benutzte Parkhaus war mit einem Euro pro halbe Stunde zwar in der oberen Preiskategorie, ansonsten aber unterste Kanone. Für die beiden letztgenannten Punkte kann freilich der Veranstalter nix.
Auch wenn das alles jetzt vielleicht etwas negativ klingt: Spaß hatten wir trotzdem, Nackenschmerzen habe ich auch.