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Als ich am frühen Vormittag auf der Bxx zurück ins Büro fuhr, konnte ich einen langen und ruhigen Blick auf das lins von mir liegende Gebirge werfen. Zwar lag kein Schnee, doch der Boden war größtenteils geforen und auch auch die Bäume des Gebirges lagen in eisigem Weiß. Selbst die Luft schien gefroren, denn nach wenigen hundert Metern verlor sich der Blick in einem dunstigen Schleier. Die Temepratur lag wenige Grad unter Null und wäre ich gläubig, wären meine Worte jetzt: ich danke Gott für diesen An- und Augenblick. Ich dachte, ein schöneres Winterbild habe ich lange nicht gesehen.

Am frühen Nachmittag setzte unauffällig Schneefall ein. Langsame dicke Flocken machten sich auf den Weg und fanden hier und da eine geeignete Stelle zur Landung. Und sie blieben. Es dauerte nicht lange, dann war der Parkplatz und die auf ihm abgestellten Autos von einer dichten Schneehaut bedeckt. Der Schneefall war längst nicht mehr unauffällig, aber immer noch gemächlich. Der halbherzige Versuch des Hausmeisters, eine Fahrtschneise vom Schnee zu befreien wurde nach nicht einmal fünfzehn Minuten wieder aufgegeben. Entweder hat er beschlossen, jetzt Feierabend zu machen oder er hat eingesehen, dass es keinen Sinn hat. Nach nur wenigen Minuten sahen die gekehrten Stellen wieder so aus, als wäre nichts gewesen. Dennoch halte ich es für wahrscheinlicher, dass er Feierabend gemacht hat. So musste ich bei meinem Feierabend ein bisschen aufpassen, damit die Fahrt quer über den Parkplatz nicht in einem der wenigen verbliebenen Fahrzeuge eines Kollegen endet. Ich liebe es, quer und wider den Fahrtspuren über den Platz zu fahren - immer wenn der Platz es zulässt und nicht zu viele Autos dort stehen. Die starke Steigung der Straße, die ich zur Bundesstraße nehmen muss, oder in meinem Fall ihr steiler Abfall, machten mir ein bisschen Sorgen und ich kam nur schwer zum stehen. Der Rückweg brachte mir dann die Erkenntnis, dass dies nun das schönste Winterbild seit langem sein müsse. Leider musste ich während der Fahrt viel zu sehr auf mich und meine Fahrtrichtung sowie die anderen Autofahrer achten und konnte nur wenig von dem Naturschauspiel selbst mitnehmen. Die Heimfahrt dauerte dann auch ziemlich exakt doppelt so lange wie gewönhlich, aber das war nicht schlimm. Ich mag es auf verschneiten Straßen zu fahren, einzig die anderen Autofahrer stören.

Mein Blick eben aus dem Fenster in Richtung E. brachte mir wieder eine neue Erkenntnis. Ich habe heute Glück, denn wieder glaubte ich das seit langem schönste Winterbild zu sehen. Leider hat schon wieder der Regen eingesetzt und viel vom Schnee ist schon wieder geschmolzen. Aber wie wunderschön nur ein bisschen Winter sein kann, wenn man ihn so vermisst...
 

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