Fragmenter av en Fortid
Wir fuhr'n durch Kassel,
Wir fuhr'n durch Freiburg,
Durch Lugano sowieso!
Colosseum, Vatikano, Oberroma,
Das war 'ne Show!
Wir fuhr'n durch Freiburg,
Durch Lugano sowieso!
Colosseum, Vatikano, Oberroma,
Das war 'ne Show!
iatbe - am Donnerstag, 23. Dezember 2004, 22:02 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Auf dem Weg nach Hause unterhielt ich mich mit A. über das nicht-überfahren von Mäusen und Ratten. Letztlich weichen die Feiglinge immer im letzten Augenblick aus. Auf einem der unzähligen Abkürzungen durch einen Feldweg erkannte ich etwas kleines dunkles - es war 22:30 Uhr und es war regnerisch - auf der Straße, das ich durch die vorherige Diskussion um feige Mäuse und Ratten sofort als eine kleine Ratte interpretierte. Ich hielt drauf und in dem Augenblick, als ich das Tier übefuhr, erkannte ich, dass es ein recht großer Frosch oder eine Kröte war.
Auf dem Parkplatz, an dem A.s Wagen geparkt war, verabschiedeten wir uns. Auf dem restlichen Weg nach Hause stellte ich mir in Gedanken vor, dass der Frosch noch lebte und irgendwie im Radkasten kauerte. Ich liebe Gedankenspiele der Art, dass ich mir vorstelle, dieser Frosch wolle sich an mir rächen. Etwas später gab es ein seltsames, leises Scharren im Fond meines Wagens, Sekundenbruchteile später spürte ich einen leichten punktuellen Druck auf der Knopfleiste meiner Jeans. Sofort steigerte sich mein Puls und die Gedanken kreisten wild, was das gewesen sein könnte; im Hinterkopf immer noch den rachlustigen Frosch. Bis ich erkannte, dass das Scharren von meinem Schlüsselbund kam, als er die Verkleidung unter dem Lenkrad touchierte. Trotzdem stieg ich - endlich am Ziel angekommen - eilig aus dem Wagen aus und sah zu, dass ich schnell in die sichere Wohnung kam.
Auf dem Parkplatz, an dem A.s Wagen geparkt war, verabschiedeten wir uns. Auf dem restlichen Weg nach Hause stellte ich mir in Gedanken vor, dass der Frosch noch lebte und irgendwie im Radkasten kauerte. Ich liebe Gedankenspiele der Art, dass ich mir vorstelle, dieser Frosch wolle sich an mir rächen. Etwas später gab es ein seltsames, leises Scharren im Fond meines Wagens, Sekundenbruchteile später spürte ich einen leichten punktuellen Druck auf der Knopfleiste meiner Jeans. Sofort steigerte sich mein Puls und die Gedanken kreisten wild, was das gewesen sein könnte; im Hinterkopf immer noch den rachlustigen Frosch. Bis ich erkannte, dass das Scharren von meinem Schlüsselbund kam, als er die Verkleidung unter dem Lenkrad touchierte. Trotzdem stieg ich - endlich am Ziel angekommen - eilig aus dem Wagen aus und sah zu, dass ich schnell in die sichere Wohnung kam.
iatbe - am Donnerstag, 7. Oktober 2004, 20:01 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Ich: "Du bist 'ne Frau. Und es geht hier um Fußball!"
A.: "Nein, es geht um Mode."
Fragment einer ironischen Diskussion um die goldenen Auswärtstrikots der Bayern.
A.: "Nein, es geht um Mode."
Fragment einer ironischen Diskussion um die goldenen Auswärtstrikots der Bayern.
iatbe - am Samstag, 2. Oktober 2004, 20:07 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Wir sind auf dem Weg zu V. in O. Die Fahrt hat länger gedauert und wir haben uns vorausschauend etwas Proviant mitgenommen, dessen sterbliche Hülle wir an einer roten Ampel haltend entsorgt haben.
Irgendwer (beobachtet uns dabei) zu V.: "Da stellen irgendwelche Idioten leere Bierflaschen auf die Straße."
V.: "Oh, sie sind da."
Irgendwer (beobachtet uns dabei) zu V.: "Da stellen irgendwelche Idioten leere Bierflaschen auf die Straße."
V.: "Oh, sie sind da."
iatbe - am Freitag, 27. August 2004, 15:15 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Wir sind auf Übung, irgendwo auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Berlin. Es ist Mitte April, die Tage sind heiß, in den Nächten kriecht der Frost über den sandigen Boden. Obwohl ich bereis mehr als achtundvierzig Stunden wach bin und in vierundzwanzig Stunden wieder den Funkbomber fahren muss, schiebe ich draußen Wache. Zusammen mit dem Gefreiten E. stehe ich im Nichts und beschütze einen Schlagbaum. Die Kälte zieht langsam vom Boden in die Stiefel und klettert durch Hose hoch bis unter den Kälteschutz. Es ist so kalt, dass es weh tut sich zu bewegen und so vermeiden der Gefreite E. und ich Bewegungen weitestmöglich. Ein Feldhase bahnt sich seinen Weg durch das flache Gras am Wegesrand, etwa zwanzig Meter vor uns. Leise erzählen der Gefreite E. und ich uns, was wir vor der Bundeswehrzeit gemacht haben und was wir nach der Zeit zu tun planen. Wir blicken auf und entdecken einen Rehbock, wie er ungeniert gute zehn Meter vor uns den Boden nach genießbarem absucht. Fast zehn Minuten harren wir ohne Bewegung und Worte aus, beobachten gebannt den Bock. Dann zieht er letztlich doch weiter, wohl weil eine leichte Brise uns verraten hat. Der Gefreite E. und ich sehen uns an und wir erkennen wohl beide in unseren Blicken dies war wohl der Höhepunkt des heutigen Abends ohne dass ein Wort gesagt werden muss. Noch gute dreißig Minuten, dann ist Wachablösung. Endlich in den Schlafsack in der Fahrerkabine kriechen, etwas aufwärmen, vielleicht sogar ein paar Minuten vergessen, dass der Schaltknüppel in die Hüfte drückt und dösen. Der Blick wandert wieder umher, streift zurück und realisiert, dass dies keine Täuschung ist. Ein Fuchs kommt auf uns zu, scheint uns entweder nicht zu bemerken oder zu ignorieren und macht alle Anstalten, genau zwischen uns hindurch zu wandern. Da ein Fuchs einem ausgewachsenen Schlagbaum in freier Natur nur selten gefährlich werden kann, lassen wir ihn passieren.
Geschlafen habe ich in der Nacht zwar nicht mehr, erholsam war sie aber dennoch.
Geschlafen habe ich in der Nacht zwar nicht mehr, erholsam war sie aber dennoch.
iatbe - am Montag, 23. August 2004, 20:44 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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"Trifft sich ja gut, dass ihr wieder hier seid. Wir haben gerade ein neues Stich angefasst."
[Irgendwer zu Irgendwem Irgendwann auf dem W:O:A 2004]
[Irgendwer zu Irgendwem Irgendwann auf dem W:O:A 2004]
iatbe - am Dienstag, 10. August 2004, 10:51 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Person A und Person B fahren auf der Autobahn.
A: "Wie kürzen eigentlich die Amerikaner World Wide Web ab? Sagen die auch www?"
B: "Hmm, gute Frage, das ist dann ja fast so lang wie World Wide Web selbst. Vielleicht sagen die einfach triple w. Oder w3. Oder so."
A.: "Stimmt, kann sein."
Etwas später.
B: "Gut, dass sie es aus Einfachheitsgründen nicht yyy [Anm. d. Autors: das klingt dann wie why-why-why] genannt haben. Dann wären wir die gearschten."
A: "Wie kürzen eigentlich die Amerikaner World Wide Web ab? Sagen die auch www?"
B: "Hmm, gute Frage, das ist dann ja fast so lang wie World Wide Web selbst. Vielleicht sagen die einfach triple w. Oder w3. Oder so."
A.: "Stimmt, kann sein."
Etwas später.
B: "Gut, dass sie es aus Einfachheitsgründen nicht yyy [Anm. d. Autors: das klingt dann wie why-why-why] genannt haben. Dann wären wir die gearschten."
iatbe - am Montag, 9. August 2004, 17:06 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Wir sitzen in Köln in einem Schnellrestaurant. Es ist recht warm, deshalb haben wir es vorgezogen, draußen einen Sitzplatz in Anspruch zu nehmen. Ein Zaun um die Stühle und Tische des Schnellrestaurants herum bildet eine Art Terasse, fast unmittelbar an einer Straße. Wir sitzen und essen und unterhalten uns ein wenig. Verschiedene Leute passieren die Terasse. Eine alte Frau mit zwei vollen Plastiktüten vom Einkauf geht langsam vorbei, bleibt schließlich stehen. Sie schaut durch den Ausgang, der auf die Terasse führt in das Schnellrestaurant hinein. Ihr Blick schweift ein wenig und sie beginnt zu lächeln. Ich stelle mir vor, wie sie sich über das Treiben im Schnellrestaurant freut. Über das laute, schnelle und bunte Leben, dem sie in diesem Augenblick so nah, gleichzeitig aber auch unendlich fern ist. Ich stelle mir vor, wie sie später nach Hause geht, in ihre leere Wohnung in der niemand auf sie wartet. Nur der Fernseher leistet ihr Gesellschaft. Ihr Mann ist schon lange verstorben und ihre Kinder wissen nicht mehr, dass es sie noch gibt. Doch sie ist ihnen nicht böse, denn sie denkt, dass sie ihnen, wenn sie ihnen wenigstens nicht zur Last fällt, immer noch ihre Liebe gibt. Die Frau verweilt noch ein paar Minuten, schließlich geht sie - immer noch mit einem lächeln auf den Lippen - weiter.
iatbe - am Freitag, 11. Juni 2004, 19:46 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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Ich: "Warum sollte man sich vor dem Gitarre spielen die Fingernägel lackieren?"
A.: "Weil es geht."
A.: "Weil es geht."
iatbe - am Mittwoch, 9. Juni 2004, 17:13 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
T. und ich sind auf dem Weg nach G. Kurz vor einer T-Kreuzung steht ein Haus mit einem großen beschrifteten Tuch davor. Darauf steht: T. und S. heiraten. Dreimal hupen! T. und ich sehen uns an, während wir bremsend auf die Kreuzung rollen.
T.: "Machen?"
Ich: "Ja sicher!"
T. drückt dreimal auf die Hupe, während wir beide immer noch mehr nach rechts als nach vorne sehen und an der Kreuzung anhalten. Dann blicken wir beide wieder nach vorn. Vor uns steht (auf dem Feld hinter der Kreuzung) eine junge Damen, vielleicht Anfang zwanzig im Bikini und starrt uns an. Ihr Mund bleibt geschlossen, aber ihre Augen sagen: Ihr dämlichen Wichser!
T.: "Machen?"
Ich: "Ja sicher!"
T. drückt dreimal auf die Hupe, während wir beide immer noch mehr nach rechts als nach vorne sehen und an der Kreuzung anhalten. Dann blicken wir beide wieder nach vorn. Vor uns steht (auf dem Feld hinter der Kreuzung) eine junge Damen, vielleicht Anfang zwanzig im Bikini und starrt uns an. Ihr Mund bleibt geschlossen, aber ihre Augen sagen: Ihr dämlichen Wichser!
iatbe - am Dienstag, 25. Mai 2004, 19:27 - Rubrik: Fragmenter av en Fortid
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