Es müsste viel breiter diskutiert werden, gehört näher erläutert und (m)eine so kurze Abhandlung wird der Sache mehr als ungerecht, aber ich kann im Moment einfach nicht ausführlicher: vieles von dem, was sich im Moment politisch in Deutschland dreht, lässt es mir sauer aufstoßen, es riecht übel und schmeckt bitter. Es wirkt wie eine Schwäche der Demokratie, dass allzu oft ein ignorantes Volk (inklusive mir) korrupte Politiker bei der Filetierung der Freiheit gewähren lässt. Wir haben die Vorratsdatenspeicherung (wo bleibt der wirklich breite Aufschrei?), wir haben einen Schäuble der noch immer vom Bundestrojaner spricht, wir haben fotografierte Kennzeichen, den biometrischen Reisepass, Mobiltelefonortung, bald werden wir in einem großen Datentopf anhand einer elfstelligen Nummer erfasst - ich habe vor nicht allzu langer Zeit immer gesagt: "wem es hier nicht gefällt, der kann ja spaßeshalber mal vierzehn Tage nach Weißrussland ziehen" (das war zu der Zeit - so lange ist es noch nicht her - sehr präsent in den Medien). Aber ich wage mal zu behaupten, dass wir mittlerweile auf dem besten Wege sind, uns weit von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung wegzubewegen, so dass diese Aussage nur noch wie ein schlechter Witz wirkt. So viele technische Möglichkeiten die wir haben werden missbraucht. Die Informationsgesellschaft lobt sich viel zu sehr selbst, so sehr dass es zum Himmel stinkt. Wir können gar nicht mit den Instrumenten umgehen, die wir geschaffen haben, sie drohen außer Kontrolle zu geraten oder sind es bereits schon. Wir führen unsere sogenannten Grundwerte in eine düstere Zukunft und drohen sie maßgeblich und nachhaltig zu kastrieren.
Das sind alles keine neuen Weisheiten, das ist mir klar, aber ich platze fast und es hilft, einige Gedanken nieder zu schreiben. Und etwas ist definitiv neu: ich habe Angst um den Staat Deutschland und die Freiheit, die er mir (noch) bietet. Es würde mich auch stark wundern, wenn ein Text wie dieser in wenigen Jahren (oder früher) nicht als verdächtig indiziert wird, meine IP meiner Personenkennzahl zugeordnet wird, anhand der Mobiltelefonortung mein Aufenthaltsort bestimmt wird und ich von der nächsten Polizeikontrolle misstrauisch gefragt werde, warum mein Personalausweis keine biometrischen Daten enthält und warum der überhaupt seit 2004 abgelaufen ist. Mit den Worten "Wie, der ist abgelaufen?" werde ich dann unwissend als potentieller Terrorist eingestuft, schließlich ist das eben jenes Zitat, welches ein bis heute unbekannter Attentäter als letzte Worte von sich gab (vermutlich bezieht sich dessen Frage an sich selbst auf den Zeitzünder).
An dieser Stelle hat der Autor leserfreundlicherweise aufgehört, seinem Gehirnpudding freien Lauf zu lassen.
Das sind alles keine neuen Weisheiten, das ist mir klar, aber ich platze fast und es hilft, einige Gedanken nieder zu schreiben. Und etwas ist definitiv neu: ich habe Angst um den Staat Deutschland und die Freiheit, die er mir (noch) bietet. Es würde mich auch stark wundern, wenn ein Text wie dieser in wenigen Jahren (oder früher) nicht als verdächtig indiziert wird, meine IP meiner Personenkennzahl zugeordnet wird, anhand der Mobiltelefonortung mein Aufenthaltsort bestimmt wird und ich von der nächsten Polizeikontrolle misstrauisch gefragt werde, warum mein Personalausweis keine biometrischen Daten enthält und warum der überhaupt seit 2004 abgelaufen ist. Mit den Worten "Wie, der ist abgelaufen?" werde ich dann unwissend als potentieller Terrorist eingestuft, schließlich ist das eben jenes Zitat, welches ein bis heute unbekannter Attentäter als letzte Worte von sich gab (vermutlich bezieht sich dessen Frage an sich selbst auf den Zeitzünder).
An dieser Stelle hat der Autor leserfreundlicherweise aufgehört, seinem Gehirnpudding freien Lauf zu lassen.
iatbe - am Montag, 3. Dezember 2007, 22:37 - Rubrik: Ueberhaupt und ausserdem
noch kein Kommentar - die eigene Meinung
Es passieren so viele Dinge und es sind auch so viele Dinge passiert, über die ich gerne schreiben würde. Aber alles dreht sich und ich kann keine klaren Gedanken fassen, kann all das nicht artikulieren. Und anderes will ich jetzt noch nicht schreiben. Aber wenigstens weiß ich, dass es - so oder so - mit dem Januar eine massive Wende geben wird und hoffentlich wieder Ruhe in meinem Kopf und damit auch in meinem Leben einkehrt.
iatbe - am Montag, 3. Dezember 2007, 18:26 - Rubrik: Der Alltag
noch kein Kommentar - die eigene Meinung
iatbe allein zu Haus - oder besser: auf der Arbeit. Fast jedenfalls. Von zwanzig Leuten aus der Abteilung sind gerade fünf anwesend. Und seit ungefähr zehn Minuten ist es so still, dass es fast unheimlich ist.
noch kein Kommentar - die eigene Meinung
Vielleicht irre ich mich und interpretiere falsch, doch ich glaube bei manchen Kollegen ihre Zerbrechlichkeit hinsichtlich gewisser Dinge, die fast immer Veränderungen ihres gewohnten Alltags sind, erkennen zu können. Sie scheinen sich zu fragen warum die Welt sich immer schneller weiter dreht, wo sie selber doch gerade erst eine Bank, einen Platz zum Rasten gefunden haben. Fast immer hängen diese Veränderungen die ich meine mit technischem Fortschritt zusammen. Aber niemand nimmt sie mit, niemand ist da, der ihnen sagt, wie sie mit diesem Fortschritt umgehen sollen, warum er überhaupt notwendig war und welche Vorteile er - möglicherweise - bringt. So entfremden sich Arbeit und die-Arbeit-Erledigender, es ist kein Wunder dass eine gewisse "Angst" entsteht.
noch kein Kommentar - die eigene Meinung
"Anstoß heute y1:65 Uhr"
Da liege ich sicher schon im Bett.
Da liege ich sicher schon im Bett.
noch kein Kommentar - die eigene Meinung
Und für einen Moment wirkte alles so, als sei es nicht das Flugzeug, das schnell über die Wolken hinwegfliegt und als sei es nicht die Erde, die über die hinweggeflogen wird, sondern als drehte sich die Erde schnell unter dem Flugzeug her und als schwebte das Flugzeug still in der Luft.
iatbe - am Dienstag, 16. Oktober 2007, 18:06 - Rubrik: In der Hitze der Nacht
noch kein Kommentar - die eigene Meinung